Liebe Geschwister,

auch wir als Gemeindeleitung müssen auf die Coronakrise reagieren. Nach gründlicher Abwägung haben wir beschlossen, zunächst bis zum Monatsende alle Veranstaltungen der EFG Moormerland ausfallen zu lassen.
 
Uns leitet in unserem Denken die Aufforderung des Propheten: Suchet der Stadt Bestes. Wenn alle ausgewiesenen Fachleute für Infektionskrankheiten dringend empfehlen, die Sozialkontakte soweit, wie es irgend geht, einzuschränken, dann glauben wir, sollten wir diese Aufforderung nicht in den Wind schlagen. Weil alle Politiker und allen voran unsere Regierungschefin genau das von der Bevölkerung erbitten, finden wir es auch für uns Christen als angemessen, der Obrigkeit an dieser Stelle auch gehorsam zu sein. Es geht dabei nicht darum, die eigene Glaubensstärke durch Unerschrockenheit vor dem Virus zu demonstrieren, sondern darum, erbetene Nächstenliebe zu praktizieren.
 
Es tut uns sehr leid, dass wir eine zeitlang auf die Gemeinschaft untereinander verzichten müssen. Als Gemeindeleitung suchen wir gerade nach geeigneten Wegen, um mit den Mitteln der modernen Technik Predigten und mehr zu euch zu bringen. Wir werden euch zeitnah darüber informieren.
 
Wir bitten alle Geschwister, diese Nachricht auch an die Geschwister und Freunde weiterzuleiten, von denen sie wissen, dass sie nicht über eine E-Mailadresse zu erreichen sind.
 
Was können wir als Christen gegenwärtig aktiv tun? Wir glauben, dass es gut wäre, unsere tägliche Gebetszeit von 19:30 - 19:45 Uhr, die wir vor ein paar Wochen begonnen haben, ganz aktiv zu nutzen. Lasst uns für alle Erkrankten beten, dass die Krankheit bei ihnen einen leichten Verlauf nimmt und dort, wo sie einen schweren Verlauf hat, eine gute, intensive medizinische Versorgung zur Verfügung steht. Lasst uns in besonderer Weise für alle beten, die als Ärzte, Pfleger und Schwestern an vorderster Front gegen die Folgen und Ausbreitung des Virus kämpfen, dass sie Kraft bekommen und selbst bei ihrem Dienst bewahrt bleiben. Lasst uns für alle politisch verantwortlich handelnden Menschen beten, dass sie die richtigen Entscheidungen zur rechten Zeit treffen.
 
Unser Generalsekretär des Bundes, Christoph Stiba, hat in einem Schreiben die Gemeinden ermutigt und dem schließen wir uns gerne an:

"Es ist und bleibt wahr, dass wir auch in Krisenzeiten in Gottes Hand sind. Darum handeln wir nicht aus Angst oder in Panik, sondern aus Verantwortung und Solidarität mit den Mitmenschen, deren Gesundheit in Gefahr sein könnte. Vielleicht sind Besonnenheit und Gelassenheit in diesen Tagen die anmutigsten Formen des Gottvertrauens. Hoffen und beten wir, dass wir bald wieder andere Themen haben. Und tun wir unser Bestes dafür."

In geschwisterlicher Verbundenheit eure Gemeindeleitung.